Heute stand Puramarca mit Sascha zusammen auf der Liste und dann eventuell noch Tilcara.
Nun, frueh Puramarca hiesz zuerst fureh aufstehen und so waren wir durchaus noch ordentlich muede, als wir 5:30 Uhr in den Bus stiegen.
Kurz vor Puramarca ging es dann mit einem Caddyverschnitt zu sechst (Tomo und Sascha auf dem Beifahrersitz, ich mit zwei anderen hinten) nach Puramarca rein. Ein herrlich betriebsames kleines Andendoerfchen. Auf dem Markt gab es den ueblichen Krimskrams aus Matesets, Kleidungsstuecken und Co. Wir wollten eigentlich Fahrraeder ausleihen, aber als wir endlich durch beherztes Eintreten in den Vorgarten des Verleihers dank unserem ziemlich gut spanisch sprechenden Kompagnons Sascha erfuhren, dass sich AUsleihen sowieso nicht lohnt, ging es eben zu Fusz weiter.
Die Berge boten einen herrlichen Anblick, die verschiedenen Farben beeindruckt einen norddeutschen Tieflaender wie mich natuerlich schon. Ich weisz nicht wie viele Bilder wir gemacht haben, aber es waren viele. Sascha entpuppte sich nicht nur als guter Biertrinker, sondern auch ambitionierter Hobbyfotograf und Tomo bekam schon leicht feuchte Haende als er mit Saschas Canon 350 auch mal ein Bilder machen konnte.
Apropos Kameras, ich begnuege mich ja mit einer halb ergaunerten antiken 3 MP-Kamera, aber Tomo als Mann von Welt - hat ja eine Super 8, eine analoge Spiegelreflex und noch eine kleine Digitale am Start. Inklusive Taschen, Batterien, Kabel versteht sich.
Nachdem dann der Vormittag rum war, ging es dann noch schnell nach Tilcara, eine alte Festungsanlage anschauen. War auch ganz nett.
In Suedamerika werden weite Strecken entweder mit dem Pickup, den vielen komischen suedamaerikanischen Sondermodellen bekannter Automarken (schon mal jemand vom Volkswagen Gol gehoert?) oder eben dem Bus zurueck gelegt.
Bei unserem Budget heist dasz natuerlich immer Bus fahren. Von Buenos Aires nach Mendoza? 12h mit dem Bus. Von Mendoza nach Salta? 15h Bus. Von Salta nach San Pedro...
So reisen also in den Bussen nicht nur Backpacker sondern auch die Argentinier mit allem moeglichen Krimskram.
Bei der Rueckfahrt von Tilcara nach Salta, sitzt eine nicht gerade schlanke Einheimische mit ihrem Kind und einer Torte (!) halb auf meinem Platz, so dass Tomo und ich zusammenruecken muessen...
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Sonntag, September 10, 2006
Samstag, September 09, 2006
Der Coca-Effekt und neue Freunde
Zuallererst. Der Coca-Effekt. Riesig.
Im Ernst. Nach kleinen Recherchen im Netz, machte ich mir ja schon nicht mehr so grosze Hoffnungen - danach sollte Coca leicht euphorisierend wie eine gute Tasse Kafee wirken. Zumindestens Coca-Tee. Unser selbstgemachter Cocatee, den Tomo und ich in Rekordtempo runtergurgelten hatte aber gar keine Wirkung. Danach haben wir dann das Zeug haendeweise gekaut, aber auch hier stellten sich keinerlei Effekte ein.
Cocablattkauen ist in den Anden sehr verbreitet und soll gegen Hoehenkrankheiten helfen und Hunger bekaempfen und natuerlich auch wachhalten. Mich wundert, dass es nicht auch gegen Impotenz helfen soll :D Jedenfalls, sind die Effekte bis jetzt nicht vorhanden. Naja, vielleicht haben die uns Touris auch irgendwelche getrockneten Hibiskusblaetter angedreht.
Aber gekauft ist gekauft und so kauen wir jetzt jeden Abend Cocablaetter.
Tomo meint ja immer dass Suedamerika ein einziger Hintern ist und wir mittendrin und so haben wir am Abend dann doch tatsaechlich Kabelverkaeufer Sascha aus Dresden getroffen. Es geht halt eng in diesem suedamerikanischen Hintern zu.
Sascha hat uns auf Spanisch angequatscht, als er dann aber unsere hilflosen Gesichten erspaehte, haben wir uns dann doch auf Deutsch weiter unterhalten.
Am naechsten Morgen ging es dann mit der Saltaseilbahn auf einen Gipfel, wo man ein ganz guten Ueberblick ueber Salta hatte. Was auffaellt, ist, dass es sehr wenig Hochhaeuser gibt.
Sascha ging dann zur Reittour und Tomo und ich haben uns durchgerungen fuer umgerechnet 30 Dollar eine Quadtour zu machen. Quad scheint uebrigens ein deutsches Wort zu sein, denn kein Spanier hat das verstanden, hier sprach man von Four Tracks.
Die Tour ging in San Lorenzo los und meine nicht so groszen Befuerchtungen, dass die einen Fueherschein sehen wollen wuerden waren natuerlich auch voellig unbegruendet.
"Seid ihr schon einmal solche Teile gefahren", fragte Raffael unser Guide. Noe, aber Motorrad fahren wir beide. "Ist eine halbautomatische Schaltung, nur nach oben, Gas wegnehmen beim Schalten" und los ging es.
Tomo hat sich auf die rote 5-Gang geschwungen und ich nahm den niedlicheren blauen mit 3 Gaengen. Ganz so schnell ging es dann doch nicht los, da man Gas ueber einen Daumenschalter geben musste und das war dann doch etwas ungewohnt.
Ungewohnt war auch, der Schwerpunkt und die direkte Lenkung der Teile, so dass Tomo gleich eine Boeschung hoch und ich in eine Hecke reinfeuerte.
So langsam bekamen wir dann aber ein Gefuehl fuer die Teufelsdinger (egal was passiert, LENKEN, denn so schnell kippen die Teile nicht) und es war natuerlich ein Heidenspasz als wir die unbefestigte Strasze verlieszen und ueber einen sehr huegeligen Fledweg zwischen Pferden, Kuehen durchfeuerten. Die erste Fluszdurchquerung war noch etwas zaghaft, aber spaeter dampfte der ganze Quad und wir waren ordentlich eingesaut, wie man auf den Bildern ja auch erkennen kann.
Zurueck fing dann der Fahrspasz richtig an, jeden Huegel mit moeglichst Vollgas, damit die Teile auch mal abheben und auf den breiteren Straszen die Teile ordentlich ausbrechen lassen. Da ich als letzter fuhr, musste ich auch ordentlich Staub schlucken, den Tomo da extra fuer mich aufwirbelte.
Im Ernst. Nach kleinen Recherchen im Netz, machte ich mir ja schon nicht mehr so grosze Hoffnungen - danach sollte Coca leicht euphorisierend wie eine gute Tasse Kafee wirken. Zumindestens Coca-Tee. Unser selbstgemachter Cocatee, den Tomo und ich in Rekordtempo runtergurgelten hatte aber gar keine Wirkung. Danach haben wir dann das Zeug haendeweise gekaut, aber auch hier stellten sich keinerlei Effekte ein.
Cocablattkauen ist in den Anden sehr verbreitet und soll gegen Hoehenkrankheiten helfen und Hunger bekaempfen und natuerlich auch wachhalten. Mich wundert, dass es nicht auch gegen Impotenz helfen soll :D Jedenfalls, sind die Effekte bis jetzt nicht vorhanden. Naja, vielleicht haben die uns Touris auch irgendwelche getrockneten Hibiskusblaetter angedreht.
Aber gekauft ist gekauft und so kauen wir jetzt jeden Abend Cocablaetter.
Tomo meint ja immer dass Suedamerika ein einziger Hintern ist und wir mittendrin und so haben wir am Abend dann doch tatsaechlich Kabelverkaeufer Sascha aus Dresden getroffen. Es geht halt eng in diesem suedamerikanischen Hintern zu.
Sascha hat uns auf Spanisch angequatscht, als er dann aber unsere hilflosen Gesichten erspaehte, haben wir uns dann doch auf Deutsch weiter unterhalten.
Am naechsten Morgen ging es dann mit der Saltaseilbahn auf einen Gipfel, wo man ein ganz guten Ueberblick ueber Salta hatte. Was auffaellt, ist, dass es sehr wenig Hochhaeuser gibt.
Sascha ging dann zur Reittour und Tomo und ich haben uns durchgerungen fuer umgerechnet 30 Dollar eine Quadtour zu machen. Quad scheint uebrigens ein deutsches Wort zu sein, denn kein Spanier hat das verstanden, hier sprach man von Four Tracks.
Die Tour ging in San Lorenzo los und meine nicht so groszen Befuerchtungen, dass die einen Fueherschein sehen wollen wuerden waren natuerlich auch voellig unbegruendet.
"Seid ihr schon einmal solche Teile gefahren", fragte Raffael unser Guide. Noe, aber Motorrad fahren wir beide. "Ist eine halbautomatische Schaltung, nur nach oben, Gas wegnehmen beim Schalten" und los ging es.
Tomo hat sich auf die rote 5-Gang geschwungen und ich nahm den niedlicheren blauen mit 3 Gaengen. Ganz so schnell ging es dann doch nicht los, da man Gas ueber einen Daumenschalter geben musste und das war dann doch etwas ungewohnt.
Ungewohnt war auch, der Schwerpunkt und die direkte Lenkung der Teile, so dass Tomo gleich eine Boeschung hoch und ich in eine Hecke reinfeuerte.
So langsam bekamen wir dann aber ein Gefuehl fuer die Teufelsdinger (egal was passiert, LENKEN, denn so schnell kippen die Teile nicht) und es war natuerlich ein Heidenspasz als wir die unbefestigte Strasze verlieszen und ueber einen sehr huegeligen Fledweg zwischen Pferden, Kuehen durchfeuerten. Die erste Fluszdurchquerung war noch etwas zaghaft, aber spaeter dampfte der ganze Quad und wir waren ordentlich eingesaut, wie man auf den Bildern ja auch erkennen kann.
Zurueck fing dann der Fahrspasz richtig an, jeden Huegel mit moeglichst Vollgas, damit die Teile auch mal abheben und auf den breiteren Straszen die Teile ordentlich ausbrechen lassen. Da ich als letzter fuhr, musste ich auch ordentlich Staub schlucken, den Tomo da extra fuer mich aufwirbelte.
Freitag, September 08, 2006
Aktivitaeten mit Baenderriss: Teil 1
Sehr geehrte Damen und Herren,
willkommen zur ersten Ausgabe unseres nun hoffentich haeufiger erscheinenden Magazins: "Aktivititaeten mit Baenderriss".
Anbei dazu ein paar Bilder:




willkommen zur ersten Ausgabe unseres nun hoffentich haeufiger erscheinenden Magazins: "Aktivititaeten mit Baenderriss".
Anbei dazu ein paar Bilder:

Tomo und ich

der kleine fuer den kleinen

Dusche auf argentinisch

Diese Sonne!
Donnerstag, September 07, 2006
Salta, Cocablaetter und Flipflops
Heute sind wir nach einer durchaus nicht ganz so komfortablen Busreise in Salta angekommen. Dort auch das gleiche SPielchen wie in Mendoza. Wir werden gleich mit Flyern von Hostels zugeschuettet und eine Gestalt nach der anderen empfiehlt uns ihr Hostel.
Jedenfalls haben wir uns diesmal auf den Planet verlassen und wollten zu einem Hostel, was im Planet als
Zum Gleck, denn wie sich herausstellte sollte der Lonely Planet beim "Terra Occulata Hostel" Recht behalten -
Ueberhaupt, das Wetter ist sehr freundlich geworden, hatten wir die letzten Tage schon immer Sonnenschein, so war es in Salta heute herrlich warm. Mindestens 20 Grad, so dass wir beide mit Jacke und Pullover schon ein noch viel komischeres Bild abgegeben haben muessen als sonst immer (denn wir fallen mit heller Hautfarbe, nicht dunklen Augen, den Reisetaschen und auch sonst vom Gesicht her schon auf).
Den ersten den ich gekonnt in englisch zu etwas Tischtennis herausfordere, der meint, wir koennten auch deutsch sprechen... Kein Problem. Jakob macht eine kleine Weltreise in 4 Monaten und hat gerade Stress mit seiner Kreditkarte. Nach einigen Ballwechseln, und der wohlverdienten Dusche machen Tomo und ich uns auf den Weg in die Stadt.
Die Busfahrt war ja wie oben erwaehnt nicht so komfortabel, weil wir zum einen billigere Plaetze genommen hatten und zum anderen der Bus einige Male halten musste.
Zugute halten muessen wir dem Fahrer, dass er die DVDs mit englischen Untertiteln vermutlich extra fuer uns laufen liesz. Auch diesmal hatten wir wieder kleine Kinder vor uns, die uns aber immer nur belustigt, neugierig anschauten.
Kurzzeitig vermeinte Tomo draussen eine Schneelandschaft wahrgenommen zu haben und tatseachlich im Abendhimmel leuchtete alles weisz. Die aufkommende Panik in mir, dass meine Schneeausruestung noch zuhause liegt, wurde aber nach einigen Minuten aber wieder erstickt. Ich dachte zwar auch fuer einen Moment, dass es Schnee ware, aber es stellte sich dann doch als Trugschluss heraus. Es muss extrem refkletierender Wuestensand oder so etwas aehnliches gewesen sein.
Zum Fruehstueck im Bus gab es dann auch einen Schluck widerlich suessen Kaffees und eine Packung mit 3 Keksen.
Derart hungrig war dann nach Hostelbezug unser erstes Ziel ein Restaurant und wir haben dann auch wahrhaft fuerstlich bis jetzt am teuersten gespeist, aber auch sehr reichhaltig.
Salta ist angenehm belebt, es gibt eine Fuszgaengerzone, in der neben jeden Ramsch und etlichen Geschaeften auch ein Markt existiert.
Dort habe wir dann neben guenstigen weiszen Flip-Flops mit Brasilienlogo fuer mich noch eine Packung Cocablaetter gekauft. Und nun grase ich schon das halbe Internet ab um eine Anleitung fuer Tee zu finden. Das direkte Kauen war jetzt nicht so der Bringer, aber gleich machen wir uns einen Tee...
Jedenfalls haben wir uns diesmal auf den Planet verlassen und wollten zu einem Hostel, was im Planet als
accomodated as accomodation getsbeschrieben wird. Vor Ort stellte sich dann aber heraus, dass es totale tote Hose war. Keine einzier Backpacker weit und breit zu sehen und auch noch verhaeltnismaeszig teuer. Tomo hat sich dann noch die Raeume angesehen, wir sind dann aber doch gegangen.
Zum Gleck, denn wie sich herausstellte sollte der Lonely Planet beim "Terra Occulata Hostel" Recht behalten -
a real backpacker's vibe, denn neben der sonnigen Dachterrasse und einem Doppelbettzimmer fuer uns allein, sehr guten Toiletten und einer kompletten Kueche gibt es eine Tischtennisplatte und das alles fuer guenstige 20 Pesos!
Ueberhaupt, das Wetter ist sehr freundlich geworden, hatten wir die letzten Tage schon immer Sonnenschein, so war es in Salta heute herrlich warm. Mindestens 20 Grad, so dass wir beide mit Jacke und Pullover schon ein noch viel komischeres Bild abgegeben haben muessen als sonst immer (denn wir fallen mit heller Hautfarbe, nicht dunklen Augen, den Reisetaschen und auch sonst vom Gesicht her schon auf).
Den ersten den ich gekonnt in englisch zu etwas Tischtennis herausfordere, der meint, wir koennten auch deutsch sprechen... Kein Problem. Jakob macht eine kleine Weltreise in 4 Monaten und hat gerade Stress mit seiner Kreditkarte. Nach einigen Ballwechseln, und der wohlverdienten Dusche machen Tomo und ich uns auf den Weg in die Stadt.
Die Busfahrt war ja wie oben erwaehnt nicht so komfortabel, weil wir zum einen billigere Plaetze genommen hatten und zum anderen der Bus einige Male halten musste.
Zugute halten muessen wir dem Fahrer, dass er die DVDs mit englischen Untertiteln vermutlich extra fuer uns laufen liesz. Auch diesmal hatten wir wieder kleine Kinder vor uns, die uns aber immer nur belustigt, neugierig anschauten.
Kurzzeitig vermeinte Tomo draussen eine Schneelandschaft wahrgenommen zu haben und tatseachlich im Abendhimmel leuchtete alles weisz. Die aufkommende Panik in mir, dass meine Schneeausruestung noch zuhause liegt, wurde aber nach einigen Minuten aber wieder erstickt. Ich dachte zwar auch fuer einen Moment, dass es Schnee ware, aber es stellte sich dann doch als Trugschluss heraus. Es muss extrem refkletierender Wuestensand oder so etwas aehnliches gewesen sein.
Zum Fruehstueck im Bus gab es dann auch einen Schluck widerlich suessen Kaffees und eine Packung mit 3 Keksen.
Derart hungrig war dann nach Hostelbezug unser erstes Ziel ein Restaurant und wir haben dann auch wahrhaft fuerstlich bis jetzt am teuersten gespeist, aber auch sehr reichhaltig.
Salta ist angenehm belebt, es gibt eine Fuszgaengerzone, in der neben jeden Ramsch und etlichen Geschaeften auch ein Markt existiert.
Dort habe wir dann neben guenstigen weiszen Flip-Flops mit Brasilienlogo fuer mich noch eine Packung Cocablaetter gekauft. Und nun grase ich schon das halbe Internet ab um eine Anleitung fuer Tee zu finden. Das direkte Kauen war jetzt nicht so der Bringer, aber gleich machen wir uns einen Tee...
Mittwoch, September 06, 2006
Mendoza von oben.
Heute waren wir auf de Cerro de la Gloria im San Martin Parque. War ganz nett, obwohl im Park fuer meinen Geschmack zu viel Asphalt war.

Tomo in Denkerpose bei einer wohlverdienten Pause.
Auf dem Cerro de La Gloria, was soviel wie guter Aussichtspunkt heisst, konnte man dann auch noch ganz Mendoza sehen. Naja. Ging auch ganz gut mit meinem Fusz. Tomo geht es auch wieder besser, wir machen uns jetzt gleich auf den Weg nach Salta.
Gestern abend haben wir uns noch ganz nett mit einem Portugiesen unterhalten, der nicht nur spanisch, englisch und natuerlich portugiesisch flieszend sprach, sondern uns auch von seinem Tripp in ein kolumbianisches Drogenlabor erzaehlt hat. Den hatte er gebucht. Sein Guide hat dann die Rebellen passend bestochen...

Tomo in Denkerpose bei einer wohlverdienten Pause.
Auf dem Cerro de La Gloria, was soviel wie guter Aussichtspunkt heisst, konnte man dann auch noch ganz Mendoza sehen. Naja. Ging auch ganz gut mit meinem Fusz. Tomo geht es auch wieder besser, wir machen uns jetzt gleich auf den Weg nach Salta.
Gestern abend haben wir uns noch ganz nett mit einem Portugiesen unterhalten, der nicht nur spanisch, englisch und natuerlich portugiesisch flieszend sprach, sondern uns auch von seinem Tripp in ein kolumbianisches Drogenlabor erzaehlt hat. Den hatte er gebucht. Sein Guide hat dann die Rebellen passend bestochen...
Dienstag, September 05, 2006
Maipu - ein Wintermaerchen
Die Busreise mit dem Bus entpuppte sich als unerwartet komfortabel, was aber angesichts des Preises von ueber echte $40 auch angemessen war. Wir hatten aeuszerst bequeme Ledersessel, welche man wirklich wiet neigen konnte, so dass einem angenehmen Schlaf nichts entgegestehen sollte.
Es gab auch ein warmes Abendessen und ein spartanisches Fruehstueck. Zur Begruessung wurde Bingo gespielt. Da BIngo ja zumindestens bei uns in Duetschland alles andere als ein Volkssport ist (zumindestens bei Leuten unter 40), war mir gar nicht so richtig klar, wie man gewinnen kann (alle Zahlen, eine Reihe, diese besondere doppelte?), jedenfalls hab ich mehrfach unseren Steward belaestigt, aber letztendlich hat ein anderer mich um 2 Zahlen ueberholt. Verdammt!
Zu sehen gab es dann nich zwei schoen illegal runtergeladene Filme (Madagaskar und The Day after Tomorrow), aber wir sind sehr schnell eingepennt und wurden nur periodisch vom Geschrei des Kleinkinds direkt vor uns geweckt.
In Mendoza haben wir dann aufgrund der miserablen Kartenlage uns dann doch ein Taxi fuer knappe $1.50 gegoennt und sind in einer etwas spartanischeren Jugendherberge gelandet. Aber Tomo hatte ja schon angekuendigt, dass es von Buenos Aires aus immer spartanischer und aermer werden wuerde.
Ein paar Beobachtungen... ich bin ja zum allerersten Mal in einem wirklich armen Land, bzw. einem armen Kontinent. Wikipedia und auch meine Schulkenntnisse bringen mich in Versuchung von Argentinien als 2. Weltland zu sprechen, tatsaechlich aber zeigt auch WIkipedia, das diese Kategorisierungen vorwiegend aus dem Kalten Krieg stammen und heute eher der Begriff des Entwicklungs- und Schwellenlandes gelaeufig ist. ABer auch diese Einteilung ist umstritten.
WIe dem auch sei, Fakt ist, dass der Lebensstandard in Argentinien natuerlich signifikant von unserem abweicht. Deutschland ist sicherlich auch in Europa eines der vorbildlichsten Laender hinsichtlich Muelltrennung und Recycling. So etwas gibt es hier und vermutlich in ganz Suedamerika gar nicht. Es ist nicht unwahrscheinlich dreckig auf den Straszen aber es liegt wesentlich mehr Dreck rum als in Deutschland, andererseits habe ich heute in Mendoza mehrere Ladenbesitzer ihren Buergersteig vor dem Laden nass abwischen sehen. Auch undenkbar in Deutschland. Die Menschen hier sehen generell ganz normal aus, es gibt tendenziell wesentlich mehr Bettler, aber alles noch sehr ertraeglich und nicht um Groeszenordnungen schlimmer als beispielsweise das Gesindel vorm Bahnhof Neustadt :)
Touris werden natuerlich alles naselang versucht abgezockt zu werden, bzw. man versucht ihnen "Sonderangebote" zu unterbreiten. Unser groszer Vorteil ist, dass wir so wenig Spanisch verstehen und offene Augen haben.
Wir kommen aber ganz gut zurecht, auch mit wenig Spanisch, was ich natuerlich bedauere, dass ich so schlecht vorbereitet bin. Aber ich hab ja noch etwas Zeit das zu verbessern.
Eklatanter Unterschied zu westlichen Laendern, vor allem natuerlich Deutschland ist, dass es hier keinen TUEV gibt. Alles was Raeder hat und faehrt, darf auch fahren. Ich bin immer wieder versucht einiger dieser Schrottkarren zu fotografieren, aber Tomo meint, dass waere erst der Anfang.
Die Tuningszene in Argentinien wird zumindestens am Auspufftuning nichts verdienen, weil den hier jeder selber mittels Bohrmaschine oder Durchrostung tunt. Unglaublich, was manche Autos hier fuer einen Krach machen. VW stellt auch eigens fuer Suedamerika eigene Fahrzeuge her, so sieht man nicht nur Zugmaschinen von VW, sondern auch noch schicke laute T1s und den Gol - eine, wer haette es gedacht, Kreuzung aus Golf und Polo.
Zurueck zu Mendoza, heute haben wir nach der Ankunft und Checkin und etwas Pennen mal etwas die Innenstadt unsicher gemacht. Alles nichts Weltbewegendes, einzig die etwas skurille Baumlandschaft ist natuerlich fuer einen Europaeer ungewohnt. Bilder folgen, sitze hier im Internetcafe ohne Kartenleser :( Dort gibt es jedenfalls Palmen zwischen doch sehr europaeischen Baumen zu bewundern.
Mittag gab es dann im "Bremen Pils" Restaurant. Tomos Bremensteak stellte sich als Hamburger Schnitzle mit Steak heraus und ich machte schon wieder den Fauxpas, mir einen Cafe doble zum Essen zu bestellen, laut LP wird der in Argentinien NACH dem Essen bestellt. Beim Bezahlen ging der Kellner dann auch froehlich mit meinem 100-Peso-Schein in die Bank zwei Laeden weiter, um sie kleinzuwechseln. Ich war schon etwas perplex, aber Tomo meinte, das waere gang und gebe.
Tagesziel war, da 70% des argentinischen Weines aus Mendoza kommen, und auch laut Lonely Planet, ein "Weinfabrik" in Maipu.
Mit dem Bus machten wir uns auf dem Weg und irgendwann stiegen wir dann auch irgendwo in Maipu aus, nach einigen beherzten Schritten erreichten wir die erste Fabrik, die aber gottverlassen aussah. Nach ein paar Daumenfotos ging es dann in das nationale Weinmuseum.
Am Einlass, weckten wir aus Versehen den Pfoertner auf, der uns dann einen ganzen Peso aufknoepfte pro Person und uns die Fuehrung, die in 5 Minuten starten sollte, ans Herz legte.
Nun, das vermeintliche Museum sah schon verdaechtig klein aus, aber als wir dann tatsaechlich in 5 Minuten von einer schoenen Senora empfangen wurden (ich frotzelte ja schon, dass der Pfoertner die Fuehrung machen wuerde) und diese uns laechelnd erklaerte, dass sie nur Spanisch kann, aber als wir dann reingingen.... Das spottete jeder Beschreibung (dem Leser zuliebe werde ich es trotzdem versuchen).
Unsere "Fuehrerin" teilte uns noch mit, dass es erst unten und dann noch oben etwas zu sehen gaebe. Nun, unten gab es mehrere massive Tische, mit vielleicht pseudoantiken Stuehlen und an den Waenden waren weinfassartige Regale, wo jeweils eine Flasche Wein drin stand. Oben gab es dann neben den beiden Raeumen, die gerade mit Bildern von in Szene gesetzten plastinierten Menschen ausgestattet wurden, dann noch eine Geruempelkammer, einen Raum mit ziemlich wahllos auf den Boden hingestellten Weinflaschen aller Groesze, Farbe und Sorte (Tomo wollte eine mitnehmen, es waere nicht aufgefallen; wir haetten es mal machen sollen) noch 2 Raume die vermutlich die Hauptattraktion des Musuems darstellten: beide mit etwas altem Geraet, den obligatorischen Weinfassregalattrappen mit einer Flasche Wein, 5 Infotafeln und 3 groszen alten Bildern (geplottet, nicht gerahmt...).
Nun, wenn man bedenkt, dass wir beide noch auf Klo waren und dann am Ausgang noch jeder ein Becher Wasser getrunken haben - fuer 1 Peso, kann man schon einmal machen, aber natuerlich absolut laecherlich.
Maipu war auch ansonsten sehr leer und viele Geschaefte geschlossen, so gegen 17:00 Uhr kam etwas Bewegung in manche Geschaefte aber nachdem wir fuer 4 Peso eine Flasche Malbec und Oliven gekauft hatten, sind wir dann auch wieder zureuck nach Mendoza geruckelt.
Morgen machen wir vielleicht noch eine Fahrradtour ins Gruene und abends geht es nach Salta. Uebermorgen dann wahrscheinlich nach San Pedro de Atacamar, wo es hoffentlich mehr Natur zu sehen gibt...
Es gab auch ein warmes Abendessen und ein spartanisches Fruehstueck. Zur Begruessung wurde Bingo gespielt. Da BIngo ja zumindestens bei uns in Duetschland alles andere als ein Volkssport ist (zumindestens bei Leuten unter 40), war mir gar nicht so richtig klar, wie man gewinnen kann (alle Zahlen, eine Reihe, diese besondere doppelte?), jedenfalls hab ich mehrfach unseren Steward belaestigt, aber letztendlich hat ein anderer mich um 2 Zahlen ueberholt. Verdammt!
Zu sehen gab es dann nich zwei schoen illegal runtergeladene Filme (Madagaskar und The Day after Tomorrow), aber wir sind sehr schnell eingepennt und wurden nur periodisch vom Geschrei des Kleinkinds direkt vor uns geweckt.
In Mendoza haben wir dann aufgrund der miserablen Kartenlage uns dann doch ein Taxi fuer knappe $1.50 gegoennt und sind in einer etwas spartanischeren Jugendherberge gelandet. Aber Tomo hatte ja schon angekuendigt, dass es von Buenos Aires aus immer spartanischer und aermer werden wuerde.
Ein paar Beobachtungen... ich bin ja zum allerersten Mal in einem wirklich armen Land, bzw. einem armen Kontinent. Wikipedia und auch meine Schulkenntnisse bringen mich in Versuchung von Argentinien als 2. Weltland zu sprechen, tatsaechlich aber zeigt auch WIkipedia, das diese Kategorisierungen vorwiegend aus dem Kalten Krieg stammen und heute eher der Begriff des Entwicklungs- und Schwellenlandes gelaeufig ist. ABer auch diese Einteilung ist umstritten.
WIe dem auch sei, Fakt ist, dass der Lebensstandard in Argentinien natuerlich signifikant von unserem abweicht. Deutschland ist sicherlich auch in Europa eines der vorbildlichsten Laender hinsichtlich Muelltrennung und Recycling. So etwas gibt es hier und vermutlich in ganz Suedamerika gar nicht. Es ist nicht unwahrscheinlich dreckig auf den Straszen aber es liegt wesentlich mehr Dreck rum als in Deutschland, andererseits habe ich heute in Mendoza mehrere Ladenbesitzer ihren Buergersteig vor dem Laden nass abwischen sehen. Auch undenkbar in Deutschland. Die Menschen hier sehen generell ganz normal aus, es gibt tendenziell wesentlich mehr Bettler, aber alles noch sehr ertraeglich und nicht um Groeszenordnungen schlimmer als beispielsweise das Gesindel vorm Bahnhof Neustadt :)
Touris werden natuerlich alles naselang versucht abgezockt zu werden, bzw. man versucht ihnen "Sonderangebote" zu unterbreiten. Unser groszer Vorteil ist, dass wir so wenig Spanisch verstehen und offene Augen haben.
Wir kommen aber ganz gut zurecht, auch mit wenig Spanisch, was ich natuerlich bedauere, dass ich so schlecht vorbereitet bin. Aber ich hab ja noch etwas Zeit das zu verbessern.
Eklatanter Unterschied zu westlichen Laendern, vor allem natuerlich Deutschland ist, dass es hier keinen TUEV gibt. Alles was Raeder hat und faehrt, darf auch fahren. Ich bin immer wieder versucht einiger dieser Schrottkarren zu fotografieren, aber Tomo meint, dass waere erst der Anfang.
Die Tuningszene in Argentinien wird zumindestens am Auspufftuning nichts verdienen, weil den hier jeder selber mittels Bohrmaschine oder Durchrostung tunt. Unglaublich, was manche Autos hier fuer einen Krach machen. VW stellt auch eigens fuer Suedamerika eigene Fahrzeuge her, so sieht man nicht nur Zugmaschinen von VW, sondern auch noch schicke laute T1s und den Gol - eine, wer haette es gedacht, Kreuzung aus Golf und Polo.
Zurueck zu Mendoza, heute haben wir nach der Ankunft und Checkin und etwas Pennen mal etwas die Innenstadt unsicher gemacht. Alles nichts Weltbewegendes, einzig die etwas skurille Baumlandschaft ist natuerlich fuer einen Europaeer ungewohnt. Bilder folgen, sitze hier im Internetcafe ohne Kartenleser :( Dort gibt es jedenfalls Palmen zwischen doch sehr europaeischen Baumen zu bewundern.
Mittag gab es dann im "Bremen Pils" Restaurant. Tomos Bremensteak stellte sich als Hamburger Schnitzle mit Steak heraus und ich machte schon wieder den Fauxpas, mir einen Cafe doble zum Essen zu bestellen, laut LP wird der in Argentinien NACH dem Essen bestellt. Beim Bezahlen ging der Kellner dann auch froehlich mit meinem 100-Peso-Schein in die Bank zwei Laeden weiter, um sie kleinzuwechseln. Ich war schon etwas perplex, aber Tomo meinte, das waere gang und gebe.
Tagesziel war, da 70% des argentinischen Weines aus Mendoza kommen, und auch laut Lonely Planet, ein "Weinfabrik" in Maipu.
Mit dem Bus machten wir uns auf dem Weg und irgendwann stiegen wir dann auch irgendwo in Maipu aus, nach einigen beherzten Schritten erreichten wir die erste Fabrik, die aber gottverlassen aussah. Nach ein paar Daumenfotos ging es dann in das nationale Weinmuseum.
Am Einlass, weckten wir aus Versehen den Pfoertner auf, der uns dann einen ganzen Peso aufknoepfte pro Person und uns die Fuehrung, die in 5 Minuten starten sollte, ans Herz legte.
Nun, das vermeintliche Museum sah schon verdaechtig klein aus, aber als wir dann tatsaechlich in 5 Minuten von einer schoenen Senora empfangen wurden (ich frotzelte ja schon, dass der Pfoertner die Fuehrung machen wuerde) und diese uns laechelnd erklaerte, dass sie nur Spanisch kann, aber als wir dann reingingen.... Das spottete jeder Beschreibung (dem Leser zuliebe werde ich es trotzdem versuchen).
Unsere "Fuehrerin" teilte uns noch mit, dass es erst unten und dann noch oben etwas zu sehen gaebe. Nun, unten gab es mehrere massive Tische, mit vielleicht pseudoantiken Stuehlen und an den Waenden waren weinfassartige Regale, wo jeweils eine Flasche Wein drin stand. Oben gab es dann neben den beiden Raeumen, die gerade mit Bildern von in Szene gesetzten plastinierten Menschen ausgestattet wurden, dann noch eine Geruempelkammer, einen Raum mit ziemlich wahllos auf den Boden hingestellten Weinflaschen aller Groesze, Farbe und Sorte (Tomo wollte eine mitnehmen, es waere nicht aufgefallen; wir haetten es mal machen sollen) noch 2 Raume die vermutlich die Hauptattraktion des Musuems darstellten: beide mit etwas altem Geraet, den obligatorischen Weinfassregalattrappen mit einer Flasche Wein, 5 Infotafeln und 3 groszen alten Bildern (geplottet, nicht gerahmt...).
Nun, wenn man bedenkt, dass wir beide noch auf Klo waren und dann am Ausgang noch jeder ein Becher Wasser getrunken haben - fuer 1 Peso, kann man schon einmal machen, aber natuerlich absolut laecherlich.
Maipu war auch ansonsten sehr leer und viele Geschaefte geschlossen, so gegen 17:00 Uhr kam etwas Bewegung in manche Geschaefte aber nachdem wir fuer 4 Peso eine Flasche Malbec und Oliven gekauft hatten, sind wir dann auch wieder zureuck nach Mendoza geruckelt.
Morgen machen wir vielleicht noch eine Fahrradtour ins Gruene und abends geht es nach Salta. Uebermorgen dann wahrscheinlich nach San Pedro de Atacamar, wo es hoffentlich mehr Natur zu sehen gibt...
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Montag, September 04, 2006
Was lange waehrt...
...wird endlich gut. Nachdem ich heute morgen nach nur 10 Minuten Warteschlangenmusik (die uebrigens heute wieder mit Circle of Live anfing) dann doch einmal durchkam, wurde mir gesagt, dass ich eine Telefonnummer hinterlassen muesse... Verdammt! Um den ganzen noch eine gewisse Gewuerze zu verleihen, wurde mir versichert, dass das die Standardprozedur waere. Ich habe keine Nummer in Buenos Aires. Naja, Nummer vom Hostel besorgt, nochmal angerufen und auf alle Eventualitaeten vorbereitet.
Nach Geldbeschaffung und Kaugummikauf (was nicht so einfach war, da wir natuerlich nicht wussten, was Kaugummi heisst und alles so verdaechtig nach Kaubonbons aussah) war bei der Rueckkehr doch tatsaechlich mein RUcksack angekommen. Jesus!
So kann also unsere Tour nach Mendoza weitergehen, dort wird dann auch das von mir mitgebrachte Berliner Pilsener seiner Bestimmung zuefuehrt.
Heute sind die Straszen in Buenos AIres RICHTIG voll, gestern herrschte ja eine gewisse gaehnende Leere, welche wohl dem Sonntag und wohl auch DEM Fuszballklassiker Brasilien gegen Argentinien geschuldet war (Brasilien hat gewonnen, weshalb auch 2 Backpackerinnen gestern abend Trikots trugen).
Apropos gestern Abend, da gab es im Hostel Karaoke auf argentinisch. Vollmundig hatte ich einigen Leuten, die wir kennen gelernt hatten, dass ich singen wuerde... Nunja, argentinische Karaoke war dann halt nur ein Student mit Klampfe, aus dem Internet zusammengeklaubter Tabsammlung und Songtexten. Das Repertoire war sehr ueberschaubar, to say the least. Aber nach einem Quilmes, hab ich dann schliesslich doch noch Never Tear Us Apart und Smells Like Teen Spirit zum Besten gegeben. AUs Anstand haben sogar ein paar Leute geklatscht.
Nach Geldbeschaffung und Kaugummikauf (was nicht so einfach war, da wir natuerlich nicht wussten, was Kaugummi heisst und alles so verdaechtig nach Kaubonbons aussah) war bei der Rueckkehr doch tatsaechlich mein RUcksack angekommen. Jesus!
So kann also unsere Tour nach Mendoza weitergehen, dort wird dann auch das von mir mitgebrachte Berliner Pilsener seiner Bestimmung zuefuehrt.
Heute sind die Straszen in Buenos AIres RICHTIG voll, gestern herrschte ja eine gewisse gaehnende Leere, welche wohl dem Sonntag und wohl auch DEM Fuszballklassiker Brasilien gegen Argentinien geschuldet war (Brasilien hat gewonnen, weshalb auch 2 Backpackerinnen gestern abend Trikots trugen).
Apropos gestern Abend, da gab es im Hostel Karaoke auf argentinisch. Vollmundig hatte ich einigen Leuten, die wir kennen gelernt hatten, dass ich singen wuerde... Nunja, argentinische Karaoke war dann halt nur ein Student mit Klampfe, aus dem Internet zusammengeklaubter Tabsammlung und Songtexten. Das Repertoire war sehr ueberschaubar, to say the least. Aber nach einem Quilmes, hab ich dann schliesslich doch noch Never Tear Us Apart und Smells Like Teen Spirit zum Besten gegeben. AUs Anstand haben sogar ein paar Leute geklatscht.
Sonntag, September 03, 2006
Beunos Aires in einem Tag
Da wir ja noch auf mein Gepaeck warten mussten, war der heutige Tag ganz Beunos AIres gewidmet und tatsaechlich, dank Tomos nun schon fast einwoechiger Erfahrung haben wir heute alles groessere zumindestens aeusserlich geschafft; San Relmo, Relaceta und La Boca.

Ich an Evitas Grab. Ich hatte es eilig.
Gepeack wird voraussichtlich morgen kommen. Iberia hat meinem Draengen auf wenigstens vage Abschaetzungen oder Perspektiven aber leider nur mit einem harrschen Auflegen beantwortet.
Dafuer kenn ich jetzt so ziemlich jedes instrumentale Saxofonstueck, da ich ca. 567382290 Minuten in der Warteschleife hing. Wenn ich jetzt nur noch einmal ein Saxofon hoere...
Buenos Aires ist sonst nicht umsonst als europaeuischste Stadt Suedamerikas bekannt. Es ist schon alles sehr westlich hier, nur dass es mehr Bettler gibt (aber noch ertraeglich), es schmutziger ist (aber noch ertraeglich) und Autos herumfahren bei denen TUEV-Mitarbeitet tot umfallen wuerden. Von der argentinischen Sichtweise, dass rote Ampeln allenfalls Empfehlungen darstellen mal ganz abgesehen (aber das kennt man ja auch aus Italien).
Morgen soll, es so mein Gepaeck wie durch einen Zufall tatsaechlich mal rechtzeitig ankommen, dann in 14h nach Mendoza. Hoffentlich ist dann Tomo fit genug fuer leckeren Wein.

Ich an Evitas Grab. Ich hatte es eilig.
Gepeack wird voraussichtlich morgen kommen. Iberia hat meinem Draengen auf wenigstens vage Abschaetzungen oder Perspektiven aber leider nur mit einem harrschen Auflegen beantwortet.
Dafuer kenn ich jetzt so ziemlich jedes instrumentale Saxofonstueck, da ich ca. 567382290 Minuten in der Warteschleife hing. Wenn ich jetzt nur noch einmal ein Saxofon hoere...
Buenos Aires ist sonst nicht umsonst als europaeuischste Stadt Suedamerikas bekannt. Es ist schon alles sehr westlich hier, nur dass es mehr Bettler gibt (aber noch ertraeglich), es schmutziger ist (aber noch ertraeglich) und Autos herumfahren bei denen TUEV-Mitarbeitet tot umfallen wuerden. Von der argentinischen Sichtweise, dass rote Ampeln allenfalls Empfehlungen darstellen mal ganz abgesehen (aber das kennt man ja auch aus Italien).
Morgen soll, es so mein Gepaeck wie durch einen Zufall tatsaechlich mal rechtzeitig ankommen, dann in 14h nach Mendoza. Hoffentlich ist dann Tomo fit genug fuer leckeren Wein.
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