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Dienstag, Oktober 28, 2008

Scheißwetter, jetzt auch hier.

Auch wenn ich vielleicht in all den letzten Tagen etwas arg sehr die Heimat vermisse - der Regen hat mir nicht unbedingt gefehlt. Den hab aber jetzt trotzdem bekommen - den ganzen lieben Tag lang, also genauer gesagt schon seit gestern abend regnet es hier in Madrid und perfiderweise auch in den Vororten, wo ich mein Studium verdinge.

Dass ich seit gestern abend auch immer noch Wäsche auf der Leine habe, passt da nur zu gut ins Bild - herrje es konnte ja keiner ahnen, dass es jetzt gar nicht mehr aufhören würde und wir mit dem gleichen Wetter gestraft werden, was wohl in Deutschland nun schon einige Wochen sein Unwesen treibt.

Bleibt immerhin noch meine holde Schwester, die mir gestern auch reumütig mitteilte, dass sie schon mal mitleide mit ihren Verwandten, die nicht jeden Tag 30 Grad Sonne haben. Ja Schwesterherz, ab heute kannst du eine Person mehr bedauern!

Freitag, September 19, 2008

Überleben in Madrid - Teil 1

Heute... was mach ich wenn ich Backpulver brauche.

Antwort, einfach zum Lidl gehen und dort franzözisches kaufen. Habe ich auch schon in Deutschland ausprobiert (also genau dieses franzözische Backpulver), klappt.

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Mittwoch, September 17, 2008

ERASMUS und meine Eltern dachten, ich würde hier studieren...

...naja ganz so schlimm ist es doch nicht, aber es ist schon ganz lustig, was man im so für Leute trifft, die ERASMUS nutzen und was deren Ansichten sind.

Jedenfalls, war heute ERASMUS-Party angekündigt, zumindestens hat so ein Typ auf Facebook alle möglichen Leute eingeladen. Da ich ja seit Montag endlich jeden Tag Spanisch lerne, und somit auch in den Kontakt mit anderen Leuten komme, habe ich auch einige Deutsche, bzw. deutsch sprechende Leute getroffen.

Jedenfalls, ich sitze heute beim Mittag mit Uwe, meinem neuen Quotenösifreund, der echt ziemlich lässig ist und plötzlich werde ich gefragt: "kann ich dich mal ganz kurz stören". "Sí claro", sag ich und dann heißt es: "ich hab gehört, dass du weißt wo heute die Party ist, kannst du mir sagen wo?". Dann konnte ich dem schüchternen Landsmann nur antworten, dass ich zwar mittels Facebook eingeladen worde, aber alles vergessen hab und gar nicht weiß wo sie ist.

Die Frage, ob er bei Facebook wäre, wird verneint, ja mehr nich, ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass dort eine gewisse Abneigung mitschwingt. Jedenfalls, gebe ich ihm den Rat, sich kostenlos bei Facebook anzumelden.

Es ist 22:54 Uhr, ich bin viel zu spät bei Uwe, um mit ihm zusammen für die vermeintliche Supererasmusparty vorzuglühen, jedenfalls nippen wir dann so lange aus unserer 1l Bierflasche auf einem öffentlichen Platz (auf der Straße ist der Alkoholkonsum verboten), dass wir die Metro verpassen und nur noch so zur vermeintlichen Party kommen, dass wir für 10 EUR Eintrittm nur noch 2 Geränke bekämen.

Aber, vor Ort, erwartet uns nicht nur ein lebendsrettener Backer mit Schatten, sondern auch eine ellenlange Schlange; obwohl ich mich beherzt reindränglele, fassen wir bald den Beschluss im Zentru irgendwo Party zu machen...

Nur wo... angekommen im Zentrum, ist es schwierig den ganzen Bauernfängern auszuweichen, die einen auf vermeintliche kostenlose Party einladen wollen. Wir sind in einer Cocktailbar und es gibt einen widerlichen Minilikör umsonst, danach werden alte Gassenhauer auf der Tazfläche gespielt (Pump up the jam) - ich bestelle mir gerade einen Caipi, als die Meute auch schon wieder zur nächsten Disse hotten möchte.

Mit zwei Belgierinnen, einer Deutschen und einem Italiener im Schlepptau bewundern wir von außen die äußerst erotische Darstellung der Frau im Club selber. Nach dreißig Minuten Diskussion und nicht zu knappen Gaffen, entscheide ich mich, den Heimweg, nach einem kurzen Bierstopp, aufzunehmen.

Bei Plaza des Cibeles, frage ich nach der Linie N6 und verpasse nur um Haaresbreite meinen Nachtbus, der dan auch in nullkommanichts mich aussuckt und ich mich dank iPhone problemlos orientieren kann...

Freitag, September 12, 2008

In Spanien wird auch nur mit Wasser...

...gekocht. Wenn dieses auch meist aus dem Supermercado stammt. Wobei meine beiden Mitbewohner (ein islamischer Franzose und ein indonesischer Christ) locker, fröhlich mit dem Leitungswasser kochen.

Die Quellenlage (sic!) im Netz ist widersprüchlich; wohl kann ich davon ausgehen, dass ich nicht elendig verrecken werde, wenn ich Leitungswasser trinke, oder es zum Kochen nehme - aber wenn es im Supermercado nun einmal 5l Wasser zum Preis von 70ct gibt, dann muss da etwas dran sein. Und so bin, ich dann auch fast jeden 3. Tag damit beschäftigt 5l Kanister in meine Bude zu befördern. Wobei ich nicht so geizig sein sollte, die Billigsorte schmeckt irgendwie komisch. Ich habe jetzt mal für 1 EUR 5l von Nestle und dann für 1.99 EUR noch eine andere Sorte gekauft. Ich werde meine Ergebnisse hier berichten...

Zum Kochen, was kocht man denn eigentlich in Spanien. Nun, keine Ahnung, da ich mir am Tag z.Zt. unter anderem mit dem Internet vertreibe, habe ich herausgefunden, dass die landläufig als spanisches Nationalgericht wahrgenommene Paella wohl nur eine Spezialität von Valencia ist. Da ich dafür benötigt Zutaten (Safran) auch noch nicht in meinem Supermarkt erspäht habe, bleibe ich erstmal bei den klassischen studentische Variation von Nudeln mit Tomatensoße, bzw. Tomatensoße mit Nudeln. :) Naja, ganz so trist ist es nicht, Rezepte werden hier folgen.

Für das Wochenende habe ich mir dann stilecht, aber mal wieder etwas leckerererereres vorgenommen - ich glaube ich habe eine Packung Fertigempanadas (die nur noch ihrer spanisch-instruierten Füllung) erwarten, ergattert. Vielleicht mache ich aber auch einfach Tortillas gefüllt mit einer Variation aus Hackfleisch und Gemüse... Hm, ich glaub ich muss bald Mittag machen...

Dienstag, September 02, 2008

Nicht mehr CHE, aber dafür trotzdem noch alles nur Spanisch

Nun, nachdem in Südamerika der Entschluss gefasst wurde, Spanisch zu lernen, habe ich es zwei Jahre später auch geschafft nach Madrid für ein Auslandssemester mich zu verabschieden.

Zur Zeit muss ich mangels Internetanschluss noch mitten auf der Straße schwarz surfen. Dafür erst einmal ein großes Dankeschön an WebSTAR (die irgendwie ein Provider oder so etwas ähnliches in Madrid sein müssen).

Aber immerhin, sitze ich jetzt nicht mehr mitten auf dem Bürgersteig, sondern schon auf einer Bank vor einem kleinen Lebensmitteluniversalladen.

Demnächst dann mehr...