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Mittwoch, September 13, 2006

Sandboarden um San Pedro

Sandboarden, soll SNowboarden auf Sand sein. Laut Wikipedia, ist es nicht so populaer, weil man dazu Wuesten braucht (die es eben nicht ueberall gibt), sondern es sich wohl auch schwierig gestaltet einen Ski-Lift dahin zu bauen. Daher bleibt, den stylischen Sandboardern nichts anderes uebrig als nach jedem Ritt die Duene wieder hochzuklettern.

Nun, meine Snowboardkuenste sind nicht vorhanden, aber ich qualifiziere mich vielleicht, dadurch, dass ich den Film Dune in der langen Version gesehen habe.

Hin ging s mit Fahrraedern und nach ein paar Metern durch einen steinigen Weg, hat es mir dann schon ein bisschen den Atem verschlagen. Diese riesigen Duenen sieht man eben nicht so oft (aber durchaus schon, im besagten obigen Film, alternativ auch Star Wars IV).

Suchbild 1: Wo bin ich?

Suchbild 2: Wo ist die Wueste?


Der erste Versuch von Tomo und Sascha verlief relativ klaeglich, will heissen, sie kamen gar nicht richtig voran, was vielleicht daran lag, dass die Kerze zum Einwachsen noch bei mir unten lag...

Die Hoffnung auf noch bessere Duenen trieb uns dann einen moerderischen Hang hinauf, bei dem wir die Fahrraeder schieben mussten, da fahren nicht ging. Tomo hat das Ganze dann gleich fachmaennisch auf Super 8 gebannt und da er mit einigen Details immer nicht so zufrieden war, sind wir einfach 3-4 mal den Berg rauf und runter, bis die Szene endlich im Kasten war.
Eine gewisse Ernuechterung machte sich dann breit, als wir anstelle der erhofften Sandduenen auf die Landstrasze stieszen. Nun, kein Problem, diese runtergeheizt (dank dem moerderischen Hang, hatten wir locker 200m Hoehe gut gemacht) und diesmal in der Wueste rechts abgebogen.
Nach schier endlosen Kurven war dann eine adequate Sandduene ausgemacht und von der wollten wir dann runterheizen...

Nun, das Fazit: es ging leidlich. Das Problem war, dass sich das Wachs unter den Bretern sehr schnell verbrauchte, und nach einem eventullen Sturz es auch nicht mehr weiterging (so dass ich es auf vielleicht 10-20m Fahrt gebracht habe, mehr habe ich mir dann mit Ruecksicht auf meinen Fusz dann auch verkniffen).
Tomo hat dann noch einige sehenswerte Abfahrten hingelegt und Sascha hat auch einen langen Ritt hinbekommen; er war aber schon etwas enttaeuscht, dass es nur soo langsam war...

Ich fand es jedenfalls ziemlich fetzig, allein diese riesigen Duenen. Danach ging es in Richtung Vale de la luna...
Der dritte im Bunde - Sascha

San Pedro und die weite weite Atacamarwueste

Nach San pedro ging es wiedermal mit dem Bus. Sascha will sich uns bis Potosi (wo Tomo uns bei jeder Gelegenheit erzaehlt dass er es komplett hochjagen will) anschlieszen, worueber wir Spanischdilettanten dann doch sehr erfreut waren.

Zur Busfahrt, welche ja ueber die Anden nach Chile ging, kann man nur eines sagen. Wahnsinn! Dieses Gebirge, ordentlich hoch!

An der argentinischen Grenze wurden dann die ersten mit Sauerstoff behandelt, weil es ihnen dann doch nicht mehr so gut ging. Ich hab nix gemerkt, aber als wir uns dann Chile naeherten und wieder tiefer gingen, bekam ich ordentliche Kopfschmerzen. Nach Einwurf einer Paracetamol und etwas Film im Bus gucken (uebrigens gibt es hier immer aktuelle Streifen, meist abgefilmt mit selbstgebastelteten Untertiteln, aber fast immer illegal), waren die Kopfschermzen weg und dafuer gab es ordentliche Ohrenschmerzen. Verdammt, haette Tomo mal die Cocablaetter mitgenommen!

An der chilenischen Grenze, bei der man uebrigens keinerlei Fruechte oder Tiere einfuehren darf (warum auch, herumstreunende Hunde wird es auch in Chile geben), hat dann die Zollbeamte ordentlich die Nase geruempft, als sie feststellte, dass mein mitgebrachtes Glas spanischer Oliven sich etwas in meinen Rucksack entleert hatte. Wer also keine Lust hat, ewig sein Gepaeck filzen zu lassen, einfach etwas spanische Oliven reinkippen...

San Pedro stellte sich dann als sehr schoen aber auch als totale Tourihochburg heraus. In den kleinen, meist einstoeckigen Pueblos mit Rohrdach und keinerlei Regenrinnen ist eigentlich alle 5m entweder ein Hostel, eine Agentur die Touren anbietet oder aber ein bestes Restaurant von San Pedro. Als wenn das noch nicht reichen wuerde, streifen durch die ganze Stadt Haescher die einem Touren, Hostels oder beides aufschwatzen wollen.
Auszerdem scheint San Pedro in der Schweiz sehr beliebt zu sein. Wir haben noch nie so viele Schweizer auf einem Haufen getroffen.

Am naechsten Tag ging es fuer relativ schmales Geld dann mit dem Fahrrad und Sandboard in die trockenste Wueste der Welt (irgendwo stand, dass die Atacamarwueste 50mal trockener als das Death Valley in den USA sei).

Dienstag, September 12, 2006

unterwegs, unterwegs

Ich sitze hier in San Pedro und bin auf den Sprung nach Calama, um dort dann nun schon zu dritt per Anhalter nach Uyuni zu kommen...

Ist wieder eine Menge passiert, sobald Zeit und Internetgeschwindigkeit wieder in angemessener Menge verfuegbar sind, werde ich auch mal wieder was schreiben.

Nur soviel, Wueste fetzt und ist verdammt trocken. Sonnenbrand kann man auch auf Haenden bekommen und die Anden sind fantastisch.